So helfen sie sich selbst

Information über Tinnitus durch Sauerstoffmangel im Gewebe


Zusammenfassung:

  • Es gibt eine Tinnitus-Art, die durch das Tension Myosistis Syndrome (TMS) ausgelöst wird.
  • Das Tension Myositis Syndrome wird ausgelöst durch unbewusste und unterdrückte Emotionen.
  • Um von der unterdückten Emotionen abzulenken, werden körperliche Symptome (Schmerzen, Hautreaktionen, Ohrgeräusche, uvm.) erzeugt
  • Die körperlichen Symptome (Triggerpunkte) werden durch Sauerstoffmangel im betroffenen Gewebe (Muskeln, Sehnen, Nerven) verursacht
  • Der Sauerstoffmangel wird durch eine leichte und dadurch oft unbewusste Form der Hyperventilation, dem sog. chronischen Hyperventilationssyndrom, verursacht.

Sie leiden an Ohrgeräuschen ungeklärter Ursache? Sie sind parallel zur ihrer Behandlung durch ihren Arzt auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden? Dann sind sie hier richtig!

Wichtig ist, dass sie im Akutfall zuerst den Empfehlungen der Tinnitus Liga folgen und die Behandlung unterstützen.

Parallel zu dieser Behandlung sollten sie die hier vorgeschlagenen Empfehlungen verfolgen und prüfen, ob sie bei ihnen zu einer Verbesserung der Symptome führen.

 

Die Ursache ihrer Ohrgeräusche sind, nach ihrem Selbstbild, unbewusste und unannehmbare Emotionen, die von ihrem Körper unterdrückt und durch körperliche Symptome (in diesem Fall Tinnitus), ausgelöst durch eine erhöhte Anspannung wegen Sauerstoffmangel, ersetzt werden.

Achten sie darauf immer durch die Nase zu atmen. Verlängern sie ihre Atempause und atmen sie langsam und ruhig. Wie lange können sie die Luft anhalten bis die das Verlangen nach Sauerstoff merken? Nach Buteyko müssen sie (in Ruhe) mindestens 40 Sekunden schaffen. Sollten sie weniger als 20 oder sogar 10 Sekunden aushalten, sollten sie anfangen nach Buteyko zu trainieren. Die einfachste Übung: Halten sie regelmäßig nach dem Ausatem 2-5 Sekunden die Luft an und atmen sie danach langsam und ruhig weiter bis zum nächsten Luftanhalten. Tipp: Können sie nach dem Luftanhalten nicht ruhig weiteratmen (wie vor dem Anhalten) dann haben sie die Luft zu lange angehalten.

 

Wichtig: Haben sie keine Angst vor ihrem Tinnitus. Die Angst vor ihrem Tinnitus wirkt verstärkend.

Wenn sie große Angst hatten oder noch haben und ihnen diese Angst die Kehle zuschnürt, so lassen sie sich auf Triggerpunkte im gesamten Halsbereich untersuchen (und behandeln), massieren sie ihre Hals selbst wie in diesem Video gezeigt.

Im Gegenteil: Leben sie! Geniesen sie das Leben wieder. Wissen sie noch wie das geht? Rauchen sie mal doch eine gute Zigarre, sie sind in bester Gesellschaft (Schwarzenegger, Clinton, Ackermann, ...). Sie finden sich das passende für sie.

Sie haben in letzter Zeit zuviel gearbeitet? Wie wäre es mit 3 Wochen Hawaii? Sie haben sich in letzter Zeit nur um die Familie gekümmert? Besuchen sie endlich wieder alter Freunde und reden sie mit ihnen. Sie fühlen sich nicht in der Lage für sowas? Sie sind krank. Lassen sie sich für ein paar Wochen lang krank schreiben und suche sie das Gespräch mit Familie, Freunden, Seelsorgern, Sorgentelefon und/oder Psychotherapeuten.

 

Eine Sache noch: Reduzieren sie ihre Zeit vor dem Fernseher, Spielkonsole, am PC auf eine Minimum. Erstens nimmt man vor diesen Geräten (und auf der Couch)  meist eine schlechte Haltung ein. Wichtiger ist, dass Aktivität ihr Ziel sein soll und nicht Passivität.

Jetzt fangen wir aber an! Je eher sie mit dem Alternativprogramm beginnen, desto besser.


Sie sollten sich mit ihrem Ohrgeräusch vertraut machen, mit der Neugier eines Kindes, dass seinen Körper entdeckt. Dazu gehört u.a. die Bestimmung ihrer Tinnitusfrequenz:

Zur Bestimmung der Tinnitusfrequenz kann ich die beiden Apps Tinnitus Pro von ProMedicalAudio und Tinnitus help von IND technik empfehlen, da sie Musik vom Telefon bzw. MP3 Player sowie meisten mit Kopfhören geniessen. Alternativ kann jeder Art von Frequenzgenerator verwendet werden und sie sollten den Test in ruhiger Umgebung durchführen.

Die Bestimmung funktioniert nun wie folgt:

Suchen sie die Tinnitusfrequenz indem sie die Frequenz des Tongenerators mit der ihres Ohrgeräuschs vergleichen. Dazu erhöhen bzw. erniedrigen die die Frequenz bis sie mit dem Ohrgeräusch übereinstimmt.

Variante: Sehr oft ist im Bereich der Tinnitus Frequenz das Hörvermögen eingeschränkt. Sie erkennen dann ihre Tinnitusfrequenz daran, dass der Ton von ihnen plötzlich leiser wahrgenommen wird.

Probieren sie unbedingt die doppelte/halbe Frequenzen aus. Oft wiederholt sich ihr Ohrgeräusch bzw. die Hörverlustfrequenz in Oktav-Abständen. Unter Umständen lässt sich die tiefe Tinnitus Frequenz leichter bestimmen, weil das Hörvermögen in dieser Region besser ist als in den oberen Regionen (Wie kann man diesen Effekt erklären? Tritt die Lärmbelastung in Oktaven auf? Resonanzen? Liegen die Hirnareale beieinander? Oder liegt es an der Ton-Erzeugung mit Oberwellen?)

Wenn sie ihre Frequenz bestimmt haben, schreiben sie sie sich auf. Nun können sie die erwähnten Apps auch verwenden, um sich an ihren Ton zu "gewöhnen" (besser: um ihnen Angst vor ihrem Ton zu nehmen). 

Wie fühlen sie sich bei der Vorstellung mit ihrem Tinnitus-Ton so konfrontiert zu werden? Freuen sie sich darauf (Kampf) oder möchten sie lieber darauf verzichten (Flucht?)? Bemerken sie, welchen Einfluss ihr Ohrgeräusch auf sie hat? Lassen sie sich von ihrem Ton keine Angst machen, der Ton kann ihnen nichts tun. Er will sie nur von ihren wahren Gefühlen und Problemen ablenken.


Tinnitus ohne organische Ursache (wie Hörsturz, Lärmschädigung, Morbus Meniére, etc.) wird  oft vereinfachend als durch "Stress" ausgelöst bezeichnet.

Hatten sie "Stress"? Oder waren sie vielleicht lange Zeit einfach nur verärgert und wütend? Wütend auf ihren Chef, Kollegen oder Familie? Oder hatten sie vielleicht nur Angst? Etwas Angst schwer krank zu sein oder einen Fehler zu machen oder Angst um Familie oder Freunde? Kamen mehrere Faktoren zusammen? Wichtig: Kamen in diesem Zusammanehang Gefühle auf,die sie nicht akzeptieren können?

 

Falls sie in diesem Zusammanhang auch das Gefühl hatten ihr Hals sei zugeschnürt oder sie hätten einen Kloß im Hals, so sollten sie schnellsten die mentalen Ursachen  finden, da es ansonsten bei länger andauernder Beschwerden, es in der gesamten Hals-, Nacken-, Schulter-Region zu muskulären Verspannungen, Verkürzungen und Triggerpunkten kommen kann.  Führen sie unbeding Dehnübungen von Nacken- und Halsmuskulatur durch und achten sie darauf sanft zu Dehnung und tief und langsam zu Atmen. Atmen sie bewusst aus und versuchen sie die Atempause zu verlängern. Dann merken sie wie die Muskulatur nachgibt und entspannt.

 

Tja, in diesem Fall sind sie ein Opfer der Körper-Geist Beziehung geworden. Ihr Geist hat - ausgelöst durch "Stress" (genauer: durch den "Stress" kamen sie mit ungewollten Emotionen, die nicht zu ihrem Selbstbild passen, in Berührung und diese hat ihr Körper schnell wieder ins Unbewusste verdrängt) - ihren Körper manipuliert und löst die verschiedensten und seltsamsten Symptome aus. Ursache sind unterdrückte Emotionen (Wut, Zorn, Ärger). Wichtig: Sie sind sich dieser Emotionen nicht bewusst (es ist nicht die Wut, die sie einen Teller gegen die Wand werfen lässt, sondern die Wut die sie nicht wahrhaben wollen, die sie sich nicht eingestehen wollen) und sollen es auch nicht werden, deshalb lenkt ihr Körper sie davon ab. Keine Sorge sie sind nicht krank und die Symptome sind nicht lebensgefährlich.

 

Fangen sie an, wieder ihren Sport (Fussball, Tennis, Schwimmen, Fahrradfahren, Wandern, Klettern, Rudern, Seilspringen) zu treiben, vor allem Sportarten, die die Atmung in einen normalen Rhythmus bringen (dazu auf Nasenatmung achten). Sauerstoffmenge im Gewebe wird durch Sport erhöht, außerdem wird der Sauerstofftransport ebenfalls auf Effektivität trainiert.. Für den Anfang reicht Spazierengehen bzw. Wandern in der Natur oder besser ein Breathwalk Programm. Parallel dazu sollten sie ein leichtes Yoga Training, Qi Gong, Bioenergetische Übungen o.Ä. durchführen. Wenn sie (wieder) sportlicher sind, dann fangen sie ganz langsam mit Joggen (fast jeder kann anhand eines 12 Wochenprogramms lernen 30 Minuten ohen Pause zu joggen)  an und achten sie darauf, dass sie so langsam laufen, dass die 3 oder besser 4 Schritte jeweils während des Ein- bzw. Ausatmens machen können (Wichtig: Dazu gehören Kräftigungs- und Dehnungsübungen, Waden und Oberschenkel unbedingt dehnen, infrmieren sie sich über passende Dehn- und Kräftigungsübungen). Falls sie eine Pulsuhr mit Brustgurt verwenden wollen (ich empfehle auf den Atem zu achten), dann tragen sie den Brustgurt so locker wie möglich und nicht auf Brusthöhe (Zwerchfell) sondern sie schieben den Brustgurt soweit in Richtung Bauch wie möglich, ohne das Herzschlag-Signal zu verlieren. Dies erleichtert Ihnen die Konzentration auf die Bauchatmung und verhindert eine Brustatmung. Achten sie  beim Joggen auf die Bauchatmung.

Überanstrengen sie sich nicht. Ihr Sportprogramm soll und muss ihnen Spass mach. Wichtig: Vergessen sie auf keinen Fall sich zu Dehnen! und ergänzen ein Dehnprogramm immer durch ein (leichtes) Kräftigungsprogramm. Ihre Beweglichkeit ist für ihre Genesung sehr wichtig, genauso wie ein aufrechte Haltung und ein stabiler Stand.

Auch alles was ihr Selbstvertrauen stärkt ist empfehlenswert: buchen sie einen Kletterkurs, lernen sie eine Selbstverteidungsmethode oder kräftigen sie ihre Muskeln, im Fitness-Studio oder besser durch Körpergewichtsübungen, denn diese Stärken ihren Rumpf (Core) und verbessern ihre Körperhaltung, Körpergefühl und Körperspannung.

 

Wichtig: Sollten sich ihre (ungefährlichen) Symptome (Ohrgeräusch aber auch Kribbeln/Schmerzen/...) durch ihr neues Training verschlimmern, so lassen sie sich auf keinen Fall davon vom Training abbringen! Ihr Körper mag eben keine Veränderungen (weil er sich schon an diesen anormalen Zustand gewöhnt hat) und möchte sie dazu bringen wieder aufzuhören. Keine Angst: die Verstärkung ihrer Symptome ist nur vorübergehend. [Ausnahme: Gravierende Symptome, Symptome die . Machen Sie sich zum Vergleich mit den Symptomen der Panikstörung vertraut. Diese Sympotome werden zwar als gravierend wahrgenommen, sind es aber nicht.]

 

Es ist ähnlich wie mit der (chronischen) Hyperventilation: Sobald sie mit Atemtraining beginnen (Veränderung) reagiert ihr Körper mit verstärktem Gähnen als Gegenreaktion, weil ihr Körper sich anormale Sauerstoff/Co2 Verhältnis gewöhnt hat, um sein aktuelles und fehlerhaftes Atemmuster behalten zu können. Machen sie weiter.

 

Seien sie auch nicht zu ungeduldig. Als einfache Faustformel gehen sie davon aus, dass das Verschwinden ihrer Symptome genauso lange dauert wie ihr Weg dahin. Haben sie sich innerhalb von ein paar Wochen/Monaten durch zuviel "Stress" in diese Situaton gebracht oder war es eher ein langsamer und schleichender Prozess über ein oder mehrere Jahre hinweg? Denken sie darüber nach und setzen sie ihre Erwartungen entsprechend. Vermutlich sind ihre emotionalen Problem tiefer vergraben, wenn sie langsam auf ihren Tinnitus "hingearbeitet" haben. Wenn sie ihr Tinnitus die Folge einer kurzen aber heftigen emotional angespannten Situation ist, dann sind ihre unterdrückten Emotionen auch relative nahe an ihrem Bewusstsein. 

 

Wie verläuft die Heilung? Die Fortschritte in ihrer Genesung und die dazu ntwenigen Aktivitäten könnten wie folgt aussehen:

Jahr 1:  Runterkommen

  • Erlernen von Entspannungstechniken (das sind grundlegende Techniken, die jeder Mensch (auch Kinder) beherrschen sollte). Regelmäßige Training der Techinken, ideallerweise ein bis zweimal täglich, um das Nervensystem zu normalisieren.
  • Atementspannung. Kontrollpause nach Buteyko messen und protokollieren.
  • Leichte Körperliche Aktivitäten wie Dehnnen, Yoga, Qi Gong, Bioenergetische Übungen aber auch Wandern oder Fahrradfahren.
  • Unterdückte Gefühle und Emotionen wahrnehmen und verarbeiten. Auf die Suche nach den wahren Ursache machen (nicht durch körperliche Symptome ablenken lassem)
  • Triggerpunktmassage/Physiotherapie
  • Schlafen sie sich aus!

Jahr 2: Aktiv werden

  • Regelmäßige sportliche Aktivitäten (30 Minuten täglich oder 2-3 Woche ein Stunde, niedrige bis mittlere Intensität)
  • Regelmäßige Entspannungs- und Dehnübungen (z.B. nach sportlicher Aktivität eine Selbstmassage-Massage mit der Schaumstoffrolle)
  • Atementspannung und Atemübungen. Kontrollpause nach Buteyko messen und protokollieren
  • Unterdückte Gefühle und Emotionen wahrnehmen und verarbeiten. Ihre Gefühle wahrnehmen und akzeptieren. Erkennen sie sich selbst.
  • Massage (Triggerpunkt und/oder Thai-Massage oder sonstige Massage nach Bedarf)
  • Schlaf sollte sich verbessert haben

Jahr 3:  Zurück im Leben und den Tinnitus vergessen 

  • Regelmäßige sportliche Aktivitäten (mittlere Intensität) mit anschliessender Selbstmassage und/oder Dehnung
  • Massagen nach Bedarf (denken sie daran, dass unsere Fussballer wegen jeder Muskelverhärtung behandelt werden)
  • Atementspannung nach Bedarf (Buteyko Kontrollpause sollte sich mittlerweile verlängert haben, hatten sie  Cleansing Symptome? Sind sie trotzdem dabei geblieben? )
  • Durch die Atemübungen hat ihre Stimme wieder einen sehr ruhigen und angenehmen Klang.
  • Sie sind nicht mehr so leicht aus er Ruhe zu bringen und falls doch kennen sie nun Methoden, wie sie wieder ins Gleichgewicht kommen (Sport, Entspannung, Mit Freunden reden, Abstand/Urlaub, Abreagieren,...)

Jahr 4: Heilung

Sie lassen sich nicht mehr "Ablenken", sie sind aufmerksam, nehmen ihre gefühlsmäßige und körperliche Reaktionen wahr und reagieren angemessen darauf. Sie sind wieder gefestigt im wahrsten Sinne des Wortes und Selbstbewusst.

Bemerkung: die Zeitabgaben sind willkürlich. Es kann sich um Wochen, Monate oder Jahre handeln. Auch die Länge der einzelnen Phasen kann unterschiedlich sein. Es kann zu Phasen der Stagnation aber auch Rückschlägen kommen.

 

Das alternative Programm sieht nun wie folgt aus:

Es besteht aus zwei Teilen:

1. Gesunder Körper und Geist als Voraussetzung für

2. die erfolgreiche und dauerhafte Behandlung spezifischer Probleme (CMD, TOS, Triggerpunkte, ...)

Wichtig: Dies ist kein Entweder-Oder sondern ein Sowohl-Als-Auch Programm.

Das "Sowohl-Als-Auch" Programm

  • Haltung verbessern und zwar von Fuss bis Kopf (Meridian Dehnungen, Yoga, Feldenkrais, ...)
  • Muskuläre Spannungen entfernen (Triggerpunkte, Meridian Dehnungen, Atementspannung...)
  • Atmung normaliseren (Erfahrbarer Atem, Buteyko, Qi Gong, Breathwalk, Yoga, ...), Hyperventilation abtrainieren
  • Gedanken und Gefühle bewusst machen und verarbreiten (z..B. Sarno, Inneres Kind, Bioenergetik,...)
  • Ein Sportart, die Ihnen Spass macht, regelmässig ausüben (Verbessert ihre Atmung automatisch)

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