So helfen sie sich selbst

Information über Tinnitus durch Sauerstoffmangel im Gewebe


Körper-Geist-/Mind-Body-Beziehung

Jeder, der schon eimal eine Prüfung ablegen musste, kennt die Folgen der Körper-Geist Beziehung: Wir haben ein flaues Gefühl im Magen und müssen ständig auf die Toilette.

 

Diese Beziehung funktioniert in beide Richtungen, also der emotionale Zustand (Geist) beeinflusst den Körper (jeder kennt das "kleinmachen" bei einem schlechten Gewissen) und ungekehrt kann der Körper, z.B. durch Bewegung oder Atmung, einflusst auf den emotionalen Zustand nehmen.

 

Nach Dr. John E. Sarno sind inakzeptable und deshalb unterdrückte Gefühle die Ursache vielfältiger körperlicher Symtome. Unterdrückte Gefühle kommen in vielen Persönlichkeiten vor, besonders wenn man von sich selbst erwartet perfekt, immer nett und freundlich,  fehlerfrei usw. zu sein. Gerade diesen guten und perfekten Menschen erlauben sich keine negativen und inakzeptablen Emotionen. Daher verstekt ihr Gehirn diese Emotionen vor Ihnen und lenkt sie durch körperliche Symptome ab. Sie sind sich dieser Emotionen also nicht bewusst. Sie müssen sich Zeit nehmen, um diesen Emotionen zu ergünden.Dies ist schwierig und kann länger Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem wie inakzeptable diese Emotionen sind und wie gut diese Emotionen vor ihrem Bewusstsein versteckt werden. Wenn es nicht selbst schaffen (folgen sie den Anweisungen von Sarno z.B. fühlen sie im Augenblick einer Tinnitus Verschlechterung in sich hinein und finden sie die unterdrückte Emotion) nehmen sie professionelle Hilfe, Psychoanalyse, in Anspruch.  Diese Persönlichkeiten schätzen ihre eigene Person kaum oder zumindest weniger als die Personen in ihrer Umgebung.

Weitere Möglichkeiten den unterdrückten Emotionen auf die Spur zu kommen:

  • Das Arbeitsbuch zur Aussöhnung mit dem inneren Kind
  • Traumdeutung als Zugang zu unbewussten Gefühlen/Gedanken. Wenn sie sich nicht an ihre Träume erinnern können, so können sie folgendes versuchen:
    • Für ausreichend Schlaf sorgen
    • Fest vornehmen, dass sie sich an die Träume erinnern wollen
    • Traumtagebuch führen
  • Psychotherapie/-analyse

 

Um uns von unseren unterdrückten Gefühlen abzulenken, werden durch unseren Geist (also Gehirn) körperliche Symptome erzeugt. Diese Symptome haben keine Ursache als die unterdrückten Emotionen. Sie sind nicht krank. Sie sind nicht krank. Sie sind nicht krank! Das könne sie daran erkennen, dass diese Symptome auch "wandern" können, also an anderen Stellen ihres Körpers auftauchen können bzw. sich in andere Symptome umwandeln können.

 

Wie erzeugt unser Gehirn diese körperlichen Symptome? Dies geschieht durch ein Sauerstoffmangelversorgung von Muskeln, Sehnen und Nerven. Unser Gehirn reduziert die Sauerstoffversorgung bestimmter Muskeln, Sehnen und Nerven und erzeugt dadurch die körperlichen Symptome. Dr. Sarno gibt keine Mechanismus an, da es ihm nur auf die Tatsache der Sauerstoffunterversorgung ankommt. Eine Möglichkeit ist die Hyperventilation, in deren Folge der die rote Blutkörperchen den Sauerstoff (wegen stärkerer Bindung) schlechter an das Gewebe abgeben können. Dieser Sauerstoffmangel führt dann zu Muskelverspannungen/-krämpfen.

 

In diesem Zusammenhang kann man auch die Erfolge der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) verstehen, da sie, zumindest temporär, die Ursache der ihrer Ohrgeräusche, nämlich den Sauerstoffmangel, beseitigt. Umgekehrt: Wenn die HBO-Therapie bei ihnen zu einer Verbesserung geführt hat, ist es wahrscheinlich, dass ihr Tinnitus durch Sauerstoffmangel ausgelöst wird und sie deshalb an TMS leiden. 

 

Weitere Beispiel: Man weiss, dass hohe Gaben von Acetylsalicylsäure zu Tinntius führen. Ursache ist auch hier ein gestörtes Säure-Base-Verhaltnis (Azidose) und Atemlähmingen. Auch hier ist die Ähnlichkeit zur Hyperventilation und TMS offensichtlich.

 

Was ist zu tun:

  • Lesen sie ein Buch von Dr. John E. Sarno. Die Aufklärung ist der wichtigsten Baustein der Therapie nach Sarno
  • Lesen die deutsche Webseite über Tension- Myositits- Syndrome & Tension- Myoneural- Syndrome durch
  • Finden sie sich in den Beschreibungen von typischen Persönlichkeiten die TMS bekommen können (Beispiele: Gutmenschen, Perfektionisten, Narzissten)
  • Verstehen sie: die Ursache ihrer Symptome sind ihre unterdrückten Emotionen. Sie sind sich dieser Emotione nicht bewusst. Diese Emotionen sind für ihr Selbstbild nicht akzeptabel. Dies geschieht unbewusst (wie dentale Parafunktionen und Hyperventilationsyndrome). Die körperlichen Symptomen sollen sie von den unterdrückten Emotionen ablenken
  • Machen sie sich ihrer unterdrückten Emotionen bewusst (und suchen sie nach Lösungen)
  • Beenden sie jede Art von Therapie (Massage, Wärmebehandlung, Physiotherapie, usw.), denn sie sind nicht krank
  • Treiben sie wieder mehr Sport
  • Akzeptieren sie diese Emotionen als ihre Gefühle und schreiben sie sie auf. Unterdrücken sie diese Gefühle nicht mehr, sie gehören zu ihnen und sind ganz normale Reakionen auf ihre Lebensituation
  • Befehlen sie ihrem Gehirn, dass es aufhören soll, als Antwort auf ihre (ehemals) unterdrückten Gefühle, körperliche Symptome zu erzeugen (zweck Ablenkung von den eigentlichen Problemen)
  • Lassen sie sich von ihren Symptomen nicht in ihrem Lebensstil einschränken, d.h. verhindern sie den Erfolg dieser Ablenkungstrategie ihres Körper. Sie sind nicht krank. Das geschieht alles nur zur Ablenkung! Lassen sie sich also nicht ablenken, sondern beschäftigen sie sich im Gegenteil verstärkt mit ihren Emotionen und deren Auslöser und Ursachen.
  • Wertschätzen sie sich. Lernen sie auf ihre Bedürfnisse einzugehen und sie zu berücksichtigen anstatt sie zu unterdrücken

 

Typische Symptome (genauere Information entnehmen sie den Büchern von Dr. Sarno):

  • Schmerz
  • (Muskel) Schwäche
  • (Muskel) Steifheit
  • Kribbeln
  • Taubheit

 

 

(Chronisches) Hyperventilationssyndrome (CHVS)

Hatten sie schon einmal eine Panikattacke? Hatten sie schon einmal hyperventiliert? Dann sind ihnen die krassen Symptome der Hyperventilation ja schon bekannt. Klar, dass dadurch die Panik oder Angst nur noch vergößert wird. Wenn sie quasi "vorbelastet" sind was die Hyperventilation betriff, so sollten sie unbedingt ihren Atem beobachten und eine natürliche, freie und tiefe Bauchatmung anstreben.

 

Wenn sie schon Erfahrung mit Hyperventilation haben, dann leuchtet ihnen ein, dass selbst eine leichte aber dafür ständige (und unbewusste) Hyperventilation (das chronische Hyperventilationssyndrome) auf Dauer zu ebenso spektakulären Symptomen führen kann.

 

Was passiert bei der (chronischen) Hyperventilation im Körper (nach Dinah Bradley): Sie atmen wahrscheinlich zu oft ein und aus, d.h. es liegt eine Störung Atemfrequenz vor. In der Folge nimmt der Gehalt an Kohlendioxyd (Co2) ab während der Sauerstoffgehalt zunimmt. Durch die Sauerstoffüberversorgung ändern sich die Säure-Base-Werte im Körper. Durch den Mangel an Co2 produzieren die Muskeln vermehrt Milchsäure was zu Schmerzen führt. Die betrifft auch die glatte Muskulatur der Ader, Luftwege und Verdauungsorgane. Die niedrigen Co2 Werte wirken auch auf die Nerven und infolge davon steht der Körper ständig unter Hochspannung. Die roten Blutkörperchen können den Sauerstoff nicht mehr abgeben, weil der Sauerstoff durch den Co2 Mangel zu fest an den Blutkörperchen haftet.

 

Das (chronische) Hyperventilationssyndrom ist sehr detailliert im Buch von Dinah Bradley beschrieben. 

 

Was ist zu tun?

  • Beobachten sie ihre Atmung regelmäßig und korrigieren sie sie falls notwendig. Wie atmen sie zuhause, auf der Arbeit, beim Autofahren, beim Musik hören, wenn sie sich ärgern
  • Führen sie Atemübungen durch, z.B. Yoga, Qi-Gong, Breathwalk oder Atem-Entspannungenübungen oder Meditationen. Reagiert ihr Körper auf die Atemübungen mit Abwehrreakionen? Nich aufgeben sondern weitermachen!
  • Stehen sie stabil (Bildlich: Wurzeln schlagen, fester und stabiler Stand, "nicht den Schwanz einziehen") und sitzen sie gerade, sodass der Atem frei fliessen kann (s.u. Aufrichtung)
  • Der Besuch eines Atemtherapeuten kann angebracht sein. Genauso kann die Hilfe eines Psychologen zur Überwindung der Panikzustände sinnvoll sein.
  • Beschäftigen sie sich mit Atemtherapien, d.h am besten sie Besuchen einen Kurs (Vortrag, Volkshochschule, Atemgruppe, Wochenendseminar,...)
    • Ilse Middendorf: Der Erfahrbare Atem
    • Maria Holl: Tinnitus Atemtherapie (TAT)
    • Buteyko
      • Test: Wie lange können sie die Luft anhalten bis die das Verlangen nach Sauerstoff merken? Nach Buteyko müssen sie (in Ruhe) mindestens 40 Sekunden schaffen. Sollten sie weniger als 20 oder sogar 10 Sekunden aushalten, sollten sie anfangen nach Buteyko zu trainieren.
      • Achten sie darauf immer durch die Nase zu atmen.
      • Die einfachste Übung: Halten sie regelmäßig nach dem Ausatem 2-5 Sekunden die Luft an und atmen sie danach langsam und ruhig weiter bis zum nächsten Luftanhalten. Tipp: Können sie nach dem Luftanhalten nicht ruhig weiteratmen (wie vor dem Anhalten) dann haben sie die Luft zu lange angehalten.
      • Verlängern sie ihre Atempause und atmen sie langsam und ruhig.
  • Triggerpunkte werden durch Hyperventilation ausgelöst und umgekehrt. Die Triggerpunkte sind dann im Brustbereich zu finden. Durch dauerhafte Brustatmung wird die Atemhilfsmuskulatur überlastet. Lassen sie sich die Triggerpunkte u.A. in folgenden (Atemhilfs-)Muskel entfernen
    • Serratus Anterior
    • Pectoralis Major und Minor (siehe auch im Buch von Davies)
    • Scaleni (auch beim Thoracic Outlet Syndrom betroffen)
    • Sternalis
    • Subclavius
    • Zwerchfell
  • Apps zum Thema Atmung

 

Typische Symptome (neben den Atemproblemen):

  • Schwindel
  • Gribbeln, Taubheit
  • Schmerzen in Muskel und Gelenken
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • Angst, Phobien

 

 

 

Haltung

Die Haltung spielt einer wichtige Rolle. Gehen sie im Moment aufrecht durch Leben? Oder machen sie sich eher klein oder sind sie gebückt? Ist dies vielleicht sogar schon ihrer Familie aufgefallen?

 

Richten sie sich auf!

 

Eine schlechte Körperhaltung kann Kiefergelenksprobleme (CMD) verursachen (Annahme ist hier, dass die Kiefergelnke sich verschieben, um eine bestehende Verschiebung durch andere Körperteile auszugleichen) und verhindert die natürliche Bauchatmung (siehe Hyperventilation oben, der Bauchraum wird eingeengt, Organe eingeengt, tiefes Atmen nicht möglich). Achten sie also unbedingt verstäkt auf ihre Körperhaltung und korrigieren sie sie: Im Stehen und Sitzen.

Im Stehen stellen sie  sich vor, dass ihr Kopf (im hinteren Teil in der verlängeren der Wirbelsäule) durch einen Faden nach oben gezogen wird, sodass ihr Nacken gestreckt wird (Kinn etwa eine Handbreite vom Schlüsselbein entfernt). Das Brustbein zeigt nach vorne oben. Ziehen sie nicht den Bauch ein, weil dies die natürliche Atmung behindert. Ihr Becken sollte gerade sein, also weder nach vorne (Hohlkreuz) noch nach hinten (Einengung im Bauch, Hochstand des Zwerchfells, Hyperventilation) gedreht. Dann haben sie auch den besten Stand, weil der Schwerpunkt über den Füßen ist.

Übrigens: Ihre Haltung können sie z.B. mit Tau Chi oder asiatischen Sebstverteidigungsarten oder Bogenschiessen verbessern.

 

Lassen sie sich hierbei ruhig helfen, z.B. durch einen Osteopathen oder durch Physiotherapie/Krankengymnastik. Hier kann durch manuelle Therapie die Körperhaltung positiv beinflusst werden. Außerdem können ihnen die Therapeuten Übungen zeigen, mit denen sie ihre Haltung durch Training weiter verbessern können.

 

Was ist zu tun:

  • Beenden Sie sofort jede Art von anterioren Kopfvorhaltung/Forward Head Posture
  • Richten sie sich auf (mental/körperlich) und Stärken sie ihr Selbstbewusstsein
  • Stabiler Stand:
    • Bildlich gesprochen müssen ihre Füße ihre Wurzeln sein, die sie fest im Boden verankern. Entspannen sie regelmäßig ihre Füße, z.B. durch Reflexzonenmassage bzw. Triggerpunktbehandlung oder einfach nur massieren. Dehnen sie auch ihre Waden.
  • Stabiles Becken:
    • Wenn sie bildlich gesprochen ständig den Schwanz einziehen, dann ist ihr Becken nach Hinten gekippt und ihr Bauchraum ist eingeengt und Zwerchfell steht höher, was ihre Atmung flach werden lässt und zur Hyperventilation führen kann. Sorgen sie dafür, dass ihr Becken gerade steht, z.B. indem  sie den Bereich langsam dehnen (auch Teil der Atemtherapie nach Middendorf) durch Vorbeugen oder  Triggerpunkte in diesem Bereich entfernen (denken sie an den Tennisball) oder einfach nur massieren/klopfen.
  • Tapen sie sich in eine bessere Haltung, nehmen sie also eine aufrechte Haltung ein und ziehen sie die Schulter nach hinten, bringen sie nun einen Tape-Verband/Plaster an, um diese korrekte Haltung zu stützten und jede zu starke Abweichung von dieser optimalen Position zu unterbinden
  • Kopfgelenke: Übrigens scheint die Mckenzie Nackenübung genau diese Gelenke und deren Muskeln zu behandeln

 

Das "Sowohl-Als-Auch" Programm

  • Haltung verbessern und zwar von Fuss bis Kopf (Meridian Dehnungen, Yoga, Feldenkrais, ...)
  • Muskuläre Spannungen entfernen (Triggerpunkte, Meridian Dehnungen, Atementspannung...)
  • Atmung normaliseren (Erfahrbarer Atem, Buteyko, Qi Gong, Breathwalk, Yoga, ...), Hyperventilation abtrainieren
  • Gedanken und Gefühle bewusst machen und verarbreiten (z..B. Sarno, Inneres Kind, Bioenergetik,...)
  • Ein Sportart, die Ihnen Spass macht, regelmässig ausüben (Verbessert ihre Atmung automatisch)
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