So helfen sie sich selbst

Information über Tinnitus durch Sauerstoffmangel im Gewebe


Triggerpunkte

Triggerpunkte sind schmerzhafte Stelle im Muskelgewebe. Man kann Triggerpunkte von normalen Schmerzen daran unterscheiden, dass der empfundene Schmerz im allgeinen nicht an der Stelle auftritt an der Druck auf den Muskel ausgeübt wird, sondern einen einer ganz anderen Stelle. Zum Beispiel strahlt der Schmerz von Triggerpunkt im Kopfwende-Muskel am Hals in Nase und Auge aus. 

Desweiteren sind auch die Symptome von Triggerpunkte alles andere als offensichlich. Von einer Muskelverspannung erwarten sie doch nicht etwa Sehstörungen, Schwindel, Schwäche oder ähnliches? Je nach Lage des Triggerpunkt kann es zu den seltsamensten Symptomen kommen, weshalb diese Symtpome auch als besonders beängstigend (da nicht nachvollziehbar) empfungen werden. Haben sie keine Angst, sie haben nur Triggerpunkte.

 

Während die Triggerpunktbehandlung i.A. von den Ärzten vernachlässigt wird (Ausnahme: Schmerztherapeuten), sind viele Physiotherapeuten in der Behandlung von Triggerpunkten geschult. Ihr Hausarzt wird also mit dem Begriff Triggerpunkten nicht viel anfangen können (Akupunktur/pressur ist was anderes, es gibt kein ausstrahlen der Schmerz). Wenden sie sich deshalb lieber ein einen Physiotherapeuten (Frage sie nach Fortbildungen auf dem Gebiet der Triggerpunktbehandlung). Ihr Arzt kann ihren eine normale manuelle Therapie verschreiben.

 

Die typischen Symptome sind sehr vielfältig, weshalb ich sie hier nicht angeben kann. Ich verweise an dieser Stelle auf die Literatur (Davies) unter Links und auf http://www.triggerpoints.net/symptoms.htm.

Beispiele:

 

Die Muskeln die min der Literatur mit Ohrgeräuschen/Tinnitus in Verbindung gebracht werden sind: Masseter, Pterygoideus (beides Muskeln des Kiefers und damit auch bei dentale Parafunktionen und CMD Behandung von Interesse) sowie Scaleni (auch die auch beim Thoracic Outlet Syndrom (TOS) eine Rolle spielen) aber auch Nacken-, Brust- und Rückenmuskulatur.

 

Was ist zu tun

  • Suchen sie nach unterdückten Emotionen und lesen sie ein Buch von Dr. John E. Sarno
  • Finden sie einen Triggerpunkt-Therapeuten. Die Triggerpunkt-Behandlung wird von viele Physiotherapeuten angeboten, meist auch zu günstigen Preisen. Die Behandlung durch einen Arzt (z.B. Schmerztherapeut) wird sie etwas mehr Kosten, allerdings können sie durch einen Arzt umfassender behandelt werden. Physiotherapeuten können natürlich die Triggerpunkt-Behandlung auch auf Rezept im Rahmen einer manuellen Therapie bei ihnen anwenden.
  • Lassen sie sich auf Triggerpunkte untersuchen und zwar am Kopf, Hals, Nacken, Schulter aber auch Brust (Zwerchell und Atem(hilfs)muskulatur) und Rücken. Ach ja, suche sich auch mal ihre Zunge nach Triggerpunkten ab!
  • Seien sie locker! Lassen sie los. Achten sie auf eine entspannte Haltung.
  • Führen sie sanfte Dehnübungen durch, besonders für Hals, Nacken und Schulter. Dehnung sie langsam und achten sie auf eine tiefe Atmung, die dazu führt, dass die Muskeln
  • sich in die Dehnung entspannen (ähnlich wie Meridian Dehnung von Masunaga). Weitere Beispiele zu sanften Dehnungen gegen Triggerpunkte oder gute Übersicht mit vielen Dehnungen.
  • Regelmässige Triggerpunktmassage mit dem Tennisball
  • Falls die normale Triggerpunkt(-Selbst)-Massage nicht ausreicht, probieren sie Triggerpunktinjektion aus. Suchen sie dazu einen erfahren Arzt auf, z.B.
  • Trinken sie viel (Wasser, Tee)! Reduzieren sie Alkohol und Kaffee (Feierabendbier und die Tasse "Hallo Wach" am Morgen sind OK).
  • Nehmen sie keine Medikamente zur Behandlung von Triggerpunkte, z.B. Mydocalm zur Entspannung der Muskel. Die Nebenwirkungen sind es nicht wert. Ihr Arzt soll ihnen lieber ein Mittel auf natürlicher THC (Cannabis) Basis verschreiben: THC hat mehrere positive Effekte: beruhigend, angstlösend, stimmungsaufhellend, schmerzlindernd, appetitanregend, krampflösend und muskelentspannend. Je nach Gesetzeslage in ihrem Land können sie THC auch auf eine andere Art ihr Wahl konsumieren. Genießen sie das Leben aber übertreiben sie es hier nicht. Vermutlich führen schon relativ geringe Dosen zu einer ausreichenden Entspannung ihrer Muskulatur.

 

 

 

Dehnungen

Besonders wenn sie durch Angst/Panik geplagt waren und das Gefühl hatten ihr Hals sei wie zugeschnührt oder sie hätten einen Kloß im Hals sind Dehnungen der Halsmuskulatur - zusätzliche zu Nacken und Schulter, sehr zu empfehlen. 

Sie können auch versuchen ihren Halsmuskulaur bewusst zu entspannen. Dies geschieht automatisch beim Gähnen. Achten sie mal darauf wie sich ihr als weitet. Ziehen sie ihn dann wieder zusammen. Mit ein bisschen Übungen können sie dies bald und sind sich dann auch dieser Muskel bewusst (was ihnen hilft unbewusste Kontraktionen zu bemerken).

 

Es gibt sehr viele Muskel in der Halsregion, z.B. der Kopfwendemuskel oder die Scalenusgruppe. Die Scalenusgrupp setzt an den oberen Rippen an und helfen beim Atmen. Falls sie am Thoracic Outlet Syndrom oder am chronischen Hyperventilationssyndrom leiden, sollten sie diese Muskel unbedingt auf Triggerpunkte behandeln und sanft dehnen. 

 

Wie dehnen sie die Halsmuskulatur. Ganz einfach: Sie bewegen ihren Kopf ganz langsam und vorsichtig in alle Richtungen, am besten noch geführt durch ihr Kinn (Kinn vorraus). Sobald sie eine Anpsannung spüren, halten sie an. Nun entspannen sie das angespannte Gewebe (Muskel; Nerv) durch langsame und tiefe Atmung. Stellen sie sich vor wie die Muskel entspannen. Nutzen sie die Entspannung um wieder ein Stück weiter zu dehnen. Ganz langsam. Diese Dehnübungen können gerne länger als eine Minute andauern. Sinn dieser Übung ist es auch sich der Verspannungen in ihrem Körper bewusst zu werden. Fühlen sie diese Spannungen und lerne sie sie zu lösen.

Den Kopf in alle Richtungen zu kippen trauen sie sich nicht zu? Keine Sorge! Solange sie keine körperliche Vorbelastungen/Verletztungen in der Halsreagion haben, wird ihnen nichts passieren, da sie durch die langsame Ausführung beim geringsten Schmerz (nicht der Dehnschmerz!) sofort (aber langsam) die Übungen abbrechen können.

 

Ich habe ein paar Videos gefunden, die in etwa zeigen, wie ich mir die Dehnübungen vorstelle:

Nach einiger Übungen (haben sie bitte Geduld) können sie diese Dehnung korrekt ausführen und werden sie zu schätzen wissen. Ich dehne sehr gerne soweit wie möglich, ähnlich wie in diesem Video gezeigt. 

 

Eine gutes Programm mit Dehnübungen finden sie bei Mark Lauren und in den Meridian Dehnungen/Makko Ho.

 

 

Das "Sowohl-Als-Auch" Programm

  • Haltung verbessern und zwar von Fuss bis Kopf (Meridian Dehnungen, Yoga, Feldenkrais, ...)
  • Muskuläre Spannungen entfernen (Triggerpunkte, Meridian Dehnungen, Atementspannung...)
  • Atmung normaliseren (Erfahrbarer Atem, Buteyko, Qi Gong, Breathwalk, Yoga, ...), Hyperventilation abtrainieren
  • Gedanken und Gefühle bewusst machen und verarbreiten (z..B. Sarno, Inneres Kind, Bioenergetik,...)
  • Ein Sportart, die Ihnen Spass macht, regelmässig ausüben (Verbessert ihre Atmung automatisch)
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